Anigu Tiersoftware Tutorial
Tiervermerke sinnvoll nutzen
- Was sind Tiervermerke?
- Wofür werden Tiervermerke verwendet?
- Was gehört nicht in einen Tiervermerk?
- Wo kann ich Tiervermerke anlegen?
- Tiervermerke von Tierbegleitern
- Was sollte in einem guten Tiervermerk stehen?
- Aktualität und Zeitlinie
- Bearbeiten und Löschen von Tiervermerken
Diese Anleitung richtet sich an Tierpfleger, die täglich mit Tieren arbeiten und Beobachtungen dokumentieren möchten.
Wir zeigen hier praxisnah, wofür Tiervermerke gedacht sind, wie sie sinnvoll eingesetzt werden und wie sie den Arbeitsalltag sowie die Kommunikation im Team und mit Tierhaltern unterstützen.
Was sind Tiervermerke?
Tiervermerke sind kurze, alltagsnahe Notizen zu einem Tier. Sie dienen dazu, wichtige Beobachtungen festzuhalten, die
für das Team relevant sind und – sofern freigegeben – auch für den Tierhalter sichtbar sein können.
Sie ersetzen weder das medizinische Tagebuch noch Buchungs- oder Stammdaten, sondern ergänzen den Betreuungsalltag durch
schnell erfassbare Informationen.
Tiervermerke sind in der Regel nur für einen begrenzten Zeitraum relevant und verschwinden automatisch aus den aktuellen Ansichten, bleiben jedoch in der Zeitlinie des Tieres erhalten.
Wofür werden Tiervermerke verwendet?
Tiervermerke eignen sich immer dann, wenn etwas aufgefallen ist, das für andere Betreuungspersonen hilfreich ist oder das man dem Tierhalter mitteilen möchte.
Typische Anwendungsfälle sind:
Besonderes Verhalten eines Tieres, zum Beispiel wenn es auffallend ruhig, sehr unruhig, anhänglich oder zurückgezogen war.
Beobachtungen zum Fressverhalten, etwa wenn ein Tier schlecht, ungewöhnlich wenig oder besonders gut gefressen hat.
Auffällige Stimmungen oder Reaktionen, zum Beispiel Stress, Unsicherheit, schnelle Gewöhnung an neue Situationen oder außergewöhnliche Gelassenheit.
Positive Erlebnisse und Highlights, etwa besonders gutes Sozialverhalten, schnelles Lernen oder insgesamt sehr gutes Mitmachen im Alltag.
Kurze Informationen, die für den Tierhalter interessant oder beruhigend sein können.
Was gehört nicht in einen Tiervermerk?
Tiervermerke sind ausdrücklich keine dauerhafte oder medizinische Dokumentation.
Nicht als Tiervermerk erfassen solltest du:
Einträge in die medizinische Akte, zum Beispiel Diagnosen, medizinische Besonderheiten, Behandlungen oder Therapien.
Tierarztrechnungen, Laborberichte oder Untersuchungsergebnisse.
Eingangsuntersuchungen oder formelle Befunde.
Dauerhaft relevante Informationen zum Tier, wie Allergien, Unverträglichkeiten, besondere Futterhinweise oder feste
Verhaltensregeln.
Diese gehören in die dafür vorgesehenen Stammdatenfelder des Tieres.
Grundregel: Alles, was langfristig gilt oder medizinisch relevant ist, gehört nicht in den Tiervermerk.
Wo kann ich Tiervermerke anlegen?
Im Tier-Steckbrief
Tiervermerke können direkt im Steckbrief eines Tieres angelegt werden.
Der Button zum Anlegen eines neuen Tiervermerks ist dort jederzeit verfügbar.
Der aktuelle Tiervermerk (maximal sieben Tage alt) wird oberhalb des Steckbriefs angezeigt.
Ältere Tiervermerke bleiben in der Zeitlinie des Tieres einsehbar.
Beim Anlegen kann ein Tiervermerk für den Tierhalter freigegeben werden.
Ist das Kundenportal aktiv, kann der Tierhalter den Vermerk dort einsehen.
Diese Freigabe wird vor allem für Pensionsgäste genutzt, damit Halter sehen können, wie es ihrem Tier während des
Aufenthalts geht.
Der Inhalt kann hierbei per E-Mail an den Tierhalter versendet werden, damit dieser ihn sieht.
Aus der Unterkunft (Belegungsliste)
Tiervermerke können auch direkt aus der Belegungsliste einer Unterkunft erstellt werden.
Dies ist besonders praktisch im laufenden Betrieb, wenn mehrere Tiere betreut werden und Beobachtungen schnell
festgehalten werden sollen.
Der aktuelle Tiervermerk wird dort direkt angezeigt, sodass alle Beteiligten sofort informiert sind.
Tiervermerke von Tierbegleitern
Tierbegleiter, wie zum Beispiel Gassigeher oder ehrenamtliche Helfer, haben im Kundenportal Zugriff auf die Tiere, mit denen sie zuletzt unterwegs waren oder Kontakt hatten.
Dort können sie einen Tiervermerk absenden, um Feedback oder Beobachtungen mitzuteilen.
Diese Meldungen werden nicht sofort als Tiervermerk beim Tier gespeichert, sondern erscheinen zunächst im Posteingang des Teams.
Im Posteingang kann der Eintrag geprüft und bestätigt werden.
Nach der Bestätigung wird der Inhalt automatisch als Tiervermerk dem entsprechenden Tier zugeordnet.
So bleibt eine redaktionelle Kontrolle gewährleistet und es wird sichergestellt, dass nur geprüfte Informationen als Tiervermerk übernommen werden.
Was sollte in einem guten Tiervermerk stehen?
Ein guter Tiervermerk ist kurz, klar und konkret.
In den meisten Fällen reichen ein bis drei Sätze vollkommen aus.
Empfehlungen:
Beschreibe konkrete Beobachtungen statt allgemeiner Eindrücke.
Nutze eine sachliche, verständliche Alltagssprache.
Halte nur fest, was für andere Betreuungspersonen oder den Tierhalter hilfreich ist.
Tiervermerke sollten keine medizinischen Bewertungen, keine dauerhaften Informationen und keine organisatorischen Buchungsdetails enthalten.
Aktualität und Zeitlinie
Ein Tiervermerk gilt als „aktuell“, wenn er nicht älter als sieben Tage ist.
Nicht mehr relevante Tiervermerke verschwinden automatisch aus den aktuellen Ansichten, bleiben jedoch dauerhaft in der Zeitlinie des Tieres erhalten und nachvollziehbar.
Bearbeiten und Löschen von Tiervermerken
Tiervermerke können nachträglich bearbeitet werden, zum Beispiel um Formulierungen zu korrigieren oder zu präzisieren.
Bearbeitete Tiervermerke sind entsprechend gekennzeichnet.
Ein Tiervermerk sollte nur gelöscht werden, wenn er fehlerhaft erfasst wurde.
Inhaltlich überholte Vermerke müssen nicht gelöscht werden, da sie automatisch aus dem Fokus verschwinden.
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